Das Bundesprogramm

Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und respektvolles Miteinander ein. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt sie seit 2015 das Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ziel ist es, vor allem junge Menschen gegen menschen- und demokratiefeind­liche Einstellungen stark zu machen. Es werden deshalb Projekte unterstützt, die sich in der Demokratieförderung und der Radikalisierungsprävention engagieren.

Das Programm setzt auf verschiedenen Ebenen an: Es werden Projekte sowohl mit kommunalem als auch mit regionalem und überregionalem Schwerpunkt gefördert. So entwickeln und erproben zahlreiche Modellprojekte in ganz Deutschland inno­vative Methoden und Ansätze in der Präventionsarbeit. Zudem werden wichtige, bundesweit aktive nicht-staatliche Organisationen bei der Weiterentwicklung ihrer Angebote unterstützt.

In den 16 Bundesländern fördert das Bundesfamilienministerium die Arbeit von Landes-Demokratiezentren. Diese koordinieren die Arbeit der Beratungs- und Präventionsangebote im jeweiligen Land und fungieren als Ansprechpartner für Ratsuchende. Außerdem gehören die Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure in der Beratungs- und Präventionsarbeit sowie die Vernetzung der sogenann­ten lokalen Partnerschaften für Demokratie zu ihren Aufgaben. Im Rahmen die­ser Partnerschaften für Demokratie unterstützt das Bundesprogramm Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland bei der Entwicklung und Umsetzung kommunaler Handlungskonzepte, die Demokratie und Vielfalt fördern.

Mit ihrem kommunalen Wirkungsschwerpunkt agieren die Partnerschaften für Demokratie im unmittelbaren Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger. Durch die Einbindung wichtiger lokaler Institutionen sowie vor Ort verankerter Akteurinnen und Akteure kann mit den Partnerschaften für Demokratie eine langfristige und nachhaltige Strategie zur Förderung von demokratischen Einstellungen verfolgt wer­den. Die Partnerschaften für Demokratie leisten damit einen wertvollen Beitrag für eine Kultur des respektvollen Miteinanders und zur Prävention rechtsextremer und menschenfeindlicher Einstellungen. Über die konkrete Ausgestaltung der Partnerschaften für Demokratie sowie über die zu realisierenden Projekte und Maßnahmen entscheiden engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft sowie die kommunalen Verantwortungsträgerinnen und -träger gemeinsam vor Ort. Denn so kann passgenau auf die lokalen Gegebenheiten reagiert werden.

Besonders viele Partnerschaften für Demokratie arbeiten schwerpunktmäßig an der Prävention rechtsextremer Handlungen und Orientierungen oder zur Stärkung demokratischer Einstellungen und Verhaltensweisen. Aber auch Themenfelder wie beispielsweise Homo- und Transfeindlichkeit, Prävention islamistischer Radikalisierung oder Islam- und Muslimfeindlichkeit werden in vielen geförderten Kommunen bearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.demokratie-leben.de