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Lecture Performance zum NSU

22. März/19:00 - 20:30

Ein künstlerischer Kommentar zur NSU-Thematik.

Multimediale Lecture-Performance

 

NSU komplex auflösen!

Michéle Kiesewetter und Martin Arnold waren das 10. und 11. Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds, der über 10 Jahre in Deutschland unbehelligte Migranten ermordete. Die ermittelnden Behörden schlossen einen rechten Tathintergrund systematisch aus und erklärten die Opfer zu Tätern. Auch in Baden-Württemberg litten Menschen über Jahre hinweg durch antiziganistische Ermittlungen.

 

 

Wir klagen!

Wir klagen um die Menschen, die ihr Leben verloren; die infolge rassistischer Gewalt angegriffen und verletzt wurden.

 

Wir klagen an!

Wir klagen die Polizisten, die mediale Öffentlichkeit und andere Behörden an, die die Familienangehörigen und Überlebenden jahrelang selbst als Tatverdächtige kriminalisiert und alleingelassen haben.

 

Wir klagen ein!

Wir klagen eine andere Realität ein, eine solidarische Gesellschaft, die diese Verhältnisse ändern kann.

 


 

NSU-Komplex auflösen! 


Michèle Kiesewetter and Martin Arnold were the 10th and 11th victim of the so called “National-Socialist Underground”, a right-wing terror-group that was able to kill immigrants in germany over ten years – unmolested by german police and authorities. Instead the investigating authorities systematically excluded hate crimes and declared the victims to be perpetrators. In Baden-Württemberg as well, people suffered from anticiganist investigations.

 

We lament!

We lament the humans that lost their lives and the ones who got assaulted and hurt by racist violence.

 

We accuse!

We accuse the police, the media and the public authorities who declared the survivors, their families and relatives as perpetrators, harassed them and left them alone in their mourning.

 

We claim!

We claim a different reality, a society that shows solidarity and is willing to change.

 

 


 

Performer*innen:

Auf Einladung der Stuttgarter Künstlerin Ülkü Süngün performen Mitglieder des „Tribunal NSU-Komplex auflösen“, das ein bundesweites Aktionsbündnis von Aktivist*innen und Künstler*innen ist.

www.nsu-tribunal.de

Ülkü Süngün ist freischaffende Künstlerin, sie lebt und arbeitet in Stuttgart. In ihren Installationen, Performances und Fotografien, sowie ihren künstlerischen Recherchen setzt sie sich kritisch mit Migration, Bild- und Identitätspolitiken als auch Erinnerung auseinander. Sie war Dozentin an der Merz Akademie und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und ist zur Zeit Atelierstipendiatin im Künstlerhaus Stuttgart.

 


 

Veranstalter*in:

 

 

 

 

 

Für: Breite Öffentlichkeit

 

 

Die Besucher der Lecture Performance können kostenfrei am Freitag, 22. März 2019 zwischen 18 Uhr und 22 Uhr die Ausstellung „Lorenza Böttner. Requiem für die Norm“ im Württembergischen Kunstverein besuchen.

 

Über die Ausstellung:

Vom 23. Februar bis 5. Mai 2019 zeigt der Württembergische Kunstverein die erste umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Lorenza Böttner. Böttner, die mit Füßen und Mund malte und Fotografie, Zeichnung, Tanz, Installation und Performance als Mittel des ästhetischen Ausdrucks verwendet hat, widersetzt sich in ihrem Werk den Prozessen der Entsubjektivierung und Entsexualisierung, dem Wegsperren und Unsichtbarmachen von funktional andersartigen und Transgenderkörpern. Eine kleine Auswahl ihrer Arbeiten war 2017 auf der documenta 14 in Kassel zu sehen. In der Stuttgarter Schau wird es sich um die bislang umfangreichste Präsentation ihrer Werke handeln. Neben Zeichnungen, Pastellen und Ölmalereien wird sie eine Reihe von Videos umfassen, die ihre Performances dokumentieren bzw. ihrer Person gewidmet sind. Zugleich werden Materialien zu Böttners Leben als auch zu ihren Studien über Freakshows sowie über einige historisch bedeutsame Künstler*innen mit physisch diversen Körpern wie Frida Kahlo, Thomas Schweitzer, Louis Steinkogler, Django Reinhardts oder Aimée Rapin aus dem privaten Archiv präsentiert. Die Ausstellung zeugt von Böttners rigorosem und bedingungslosem Eintreten für die Sichtbarkeit von nicht normativen Körpern. Zugleich ist sie eine Reise in die ebenso bemerkenswerte wie einzigartige Welt einer Künstlerin, deren Bestimmung es zu sein scheint, zu einer Klassikerin des 20. Jahrhunderts zu avancieren: als unverzichtbarer Beitrag zur Kritik an der Normalisierung des Körpers und des sozialen Geschlechts.

Weitere Informationen unter: www.wkv-stuttgart.de

Details

Datum:
22. März
Zeit:
19:00 - 20:30
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Schlossplatz 2
Stuttgart, 70173

Veranstalter

Initiative HEIMAT
Württembergischer Kunstverein Stuttgart